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Neujahrsgrüße/Leinwandmagie/Be you

Obwohl das neue Jahr bereits eine Woche alt ist, habe ich noch nichts von mir hören lassen. Zu sagen, ich hätte mich seit Weihnachten gänzlich ferngehalten von allen sozialen Netzwerken (in meinem Fall Facebook, Instagram & Twitter) wäre gelogen. Die Zeit vom 24.12. – 28.12. verbringe ich stets fernab der Social-Media-Welt; da gibt es für mich nur die „echte Welt“. Meine Eltern und meine Schwester, meine Omas und Opas – mit diesen Menschen verbringe ich die Zeit und genieße es. Ab dem 29.12. wird dann auch wieder in die digitalen Welten gespickt, nur dass ich diesmal lediglich als stummer Spion dort zugegen war. Irgendwie war mir bis jetzt noch nicht danach, mich zu äußern. Ich hatte nichts zu sagen – oder treffender: Ich wollte noch nichts sagen.

 

In den Rauhnächten (24.12. bis 06.01.) bin ich allgemein sehr wenig aktiv, sammle Kraft für das neue Jahr, lote meinen weiteren Kurs aus, wende mich dem zu, was mich innerlich beschäftigt und tue Dinge, die mir gut tun. In diesem Jahr hat sich die Zeit „zwischen den Jahren“ allerdings etwas anders gestaltet als sonst. Mein Körper hatte hier und da etwas zu beanstanden, Entscheidungen mussten in sehr kurzer Zeit getroffen werden und vor allem lag eine größere Veränderung in der Luft. Denn: Ich werde umziehen. Und wie es mit Umzügen so ist, verändert sich damit immer so einiges. Wer bereits einen oder mehrere Umzüge hinter sich hat, weiß auch: Neben der Freude ist meist auch ein Fünkchen Melancholie dabei.

 

Da bis zum Umzug noch einiges zu erledigen ist, bleibt wenig Zeit sich wirklich Gedanken darüber zu machen. Der „Wehmut“ wird sich wohl erst einstellen, wenn es tatsächlich so weit ist. Und dass auch nur kurz. Denn: Ich freue mich auf mein neues Zuhause!

 

 

Neben der Umzugsplanung, diversen Arzt- und Physioterminen habe ich aber auch ein paar schöne Termine klargemacht. So war ich beispielsweise mit einer Freundin im Kino. Mein Gefühl hat mich nicht getäuscht; der Film war genau das, was ich mir von ihm erwartet hatte: magisch. Die Sorte, bei der man am Ende benommen auf seinem Platz sitzenbleibt, den Abspann bis zum Ende ansieht und sich dann schwermütig erhebt, um sich der echten Welt zu stellen. Und doch nimmt man ein Stück des Leinwandzaubers mit sich, auf dem gesamten Heimweg und darüber hinaus.

 

Die Rede ist von „The Greatest Showmann“ mit Hugh Jackmann, Zac Efron und einer Menge weiterer toller Schauspieler, Sänger und Tänzer, der auf der wahren Lebensgeschichte des Zirkuspioniers P.T. Barnum basiert.

 

Ein Film über Träume und den Mut, sie zu verwirklichen. Über Andersartigkeit und die Courage, sich zu zeigen, wie man ist. Ein Film über die Einzigartigkeit jedes Menschen. Und nicht zuletzt: Ein Film mit wunderschönen Songs, farbenprächtigen Kleidern, Kulissen und Tanzeinlagen!

 

 

Wer mich kennt, weiß, dass ich eine Verfechterin der Träume bin, Ausgrenzung aufgrund von Aussehen, Herkunft, Ansichten etc. verurteile und stets bemüht bin, mit mir im Reinen zu sein, sodass ich anderen die Version von mir zeigen kann, die echt ist. Die mich zeigt. Und zwar nicht nur die schönen Seiten, sondern auch die schrulligen, feigen, undisziplinierten, rechthaberischen, anstrengenden (…) – und auch jene Seiten, die mich mit anderen in Reibung bringen. Weil ich (m)eine eigene Meinung habe. Die Welt nicht nur schwarz oder weiß sehe. Hier und da naiv bin und mich nicht dafür schäme, sondern stolz bin, weil ich nicht so zynisch bin alles schon im Voraus abzuschreiben, was „nicht sicher“ oder für manch anderen bloßer Humbug ist.

 

„This is me“ ist einer der elf wunderschönen Songs des Films. Ich wünsche mir, dass ich diese Botschaft künftig noch mehr verinnerlichen und umsetzen kann. Ebenso wie ich jedem einzelnen wünsche, dass er zu sich stehen und sich zeigen kann und darf, wie er ist.

Träume und Sehnsüchte sind nicht da, um uns voneinander zu trennen, sondern um uns miteinander zu verbinden. Und ist es nicht Traum und Sehnsucht eines jeden in Frieden und Freiheit zu leben; das tun zu dürfen, was er liebt; mit den Menschen zusammen zu sein, mit denen er zusammen sein möchte und sich zu zeigen, wie er ist?

Ich glaube, dass sich, tief im Herzen, jeder danach sehnt anerkannt zu werden – genug zu sein. Ja: Genug zu sein. Weil die Welt es dann und wann schafft uns glauben zu machen, wir wären es nicht.

 

Ich könnte noch eine Weile so weitermachen, obwohl ich anfangs dachte, dies würde ein eher kurzer Beitrag werden. Ein kurzes Hallo, an euch und das Jahr. Vielleicht die üblichen Neujahrs-Plattitüden. Gute Vorsätze, neues Spiel, neues Glück etc. Allerdings sind und Plattitüden eben Plattitüden. Das Leben ist zu kurz dafür.

 

Mit anderen Worten: Sei du selbst und genieße es! Tu, was dich glücklich macht, weil kein zweiter es je so (gut) macht, wie du. Warte nicht. Geh den Weg, den du gehen möchtest. Und, auch ganz wichtig: Glaub an dich.

 

Willst du, dass 2018 dein Jahr wird, dann mach es zu deinem Jahr!

 

Das ist mein Neujahrswunsch für euch!

 

Herzlichst eure

 

Sandra Andrea