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Auf jede Nacht folgt ein neuer Morgen

 

Zu Beginn der Situation, in der wir aktuell stecken, tat ich mich – wie viele von euch – schwer, weiterhin „normalen“ Content auf meinen Socia-Media-Kanälen zu bringen oder an meinen Geschichten zu schreiben. Dafür empfand ich die Lage schlicht als zu surreal; so als wären sämtliche Dystopien aus Film & Buch ganz plötzlich in die Realität gesickert. Auch auf Instagram, Facebook & Co. nur vom C-Wort zu lesen, wo doch sämtliche Medien bereits voll davon waren, widersprach mir. Ich hielt mich zwiegespalten zurück, bis ich kein Bedürfnis mehr verspürte, etwas zu posten oder zu kommentieren. Weil ich anfing die Stille zu genießen, die sich in mir auftat und die sich um mich herum ausbreitete.

 

In schwierigen Zeiten neige ich dazu nach Innen zu blicken. Mich bewusst, auch wenn es schwierig ist, mit meinen Gefühlen und Widerständen auseinanderzusetzen. Weil ich, aus Erfahrung weiß, dass jede Krise, ein enormes Potenzial zur Weiterentwicklung birgt. Auch wenn sie zuvor das Äußere nach Innen und das Innere nach außen stülpt.


Eine globale Krise, wie die aktuelle, trifft jeden Menschen auf andere Art und Weise. Fordert auf unterschiedliche Art und Weise heraus. Legt verschiedene, möglicherweise schon länger offen liegende Wunden frei. Manche müssen aktuell mehr kämpfen als andere; sehen sich größeren Sorgen und/oder Existenzängsten gegenüber als andere.


Ich habe keine Angst oder Panik. Vielmehr glaube und vertraue ich darauf, dass dieser schwierigen, surrealen Zeit etwas Gutes, Neues entwachsen kann. Dass die Menschen einander Näherrücken – und sich selbst näherkommen. Dass der Fokus sich verschiebt und neue Wege für die Zukunft geschaffen werden können. Dass die Umwelt sich regenerieren kann, weil der Mensch endlich mal stehenbleibt. Dass das Hamsterrad nicht einfach wieder angeschmissen wird und alles beim Alten bleibt. Dass Dinge mehr wertgeschätzt werden und nicht mehr als Selbstverständlichkeit angesehen werden.


Der aktuellen Lage etwas Gutes entnehmen – eine derartige Aussage mag den ein oder anderen, besonders jenen, der unmittelbar betroffen ist, wütend stimmen, weil er sie anmaßend, fehl am Platz oder als naiv empfindet.


JA:
Menschen sterben.
Menschen verlieren geliebte Personen.
Die Menschen im Lebensmittel- und Gesundheitswesen bersten unter der Last ihrer Arbeit.
Existenzen stehen auf dem Spiel.
Die (vermeintliche) Kontrolle, die wir haben, bricht weg.
Das Leben, wie wir es kennen, ist auf Pause gestellt.


Es ist tragisch, beängstigend, herausfordernd und mit Einschränkungen verbunden. Dennoch glaube ich, weil ich es glauben will, dass eine Krise neue Stärke verleiht und dass wir jene auffangen können, die währenddessen in einen Abgrund gerutscht oder bis zu dessen Grund gefallen sind. Wenn wir es wollen und wenn wir bereit sind, etwas zu verändern. Jeder im Einzelnen als auch in der Gemeinschaft.


Das Leben ist fortwährende Veränderung. Am Ende ist es eine Entscheidung, ob man Vertrauen (in die Zukunft) hat oder sich fürchtet; ob man trotz aller Widrigkeiten die schönen Dinge im Auge haben kann; ob man sich lähmen lässt oder stärker hervorgeht; ob man daran glauben kann, dass auch aus einer Krise Neues/Gutes hervorgehen kann.


Wenn unser Denken und Fühlen die Welt formt, und ich bin überzeugt, dass es so ist, sollten wir uns nicht nur auf das Dunkle der aktuellen Lage fokussieren, sondern auch das Licht sehen (und teilen), das nach wie vor um uns herum ist. – Wer ist dabei?

 

Und ich weiß: Viele von euch sind schon mit Herz dabei,
egal ob online oder offline ♡

 

 

 

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Kooperation mit Silmeris-Buchbox

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