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Ich bekenne Gefühl

 

Nachdem ich die letzten beiden Monate eine ziemliche Schreibblockade hatte, ein Projekt abgebrochen habe, beim nächsten wieder hängengeblieben bin und mir vor lauter Frust, Ärger & Kummer schon dachte „Okay, ich hänge alles an den Nagel, ich bringe ohnehin nichts mehr zustande“, geht es nun wieder aufwärts, was sich großartig anfühlt.

 

„Anfühlt“ ist in diesem Zusammenhang ein gutes Stichwort. Das eine Problem in der letzten Zeit war, dass es in meinem Leben generell drunter und drüber ging, vieles gewackelt hat und ich vieles (um nicht zu sagen alles, einer Rundumprüfung gleich) infrage gestellt habe. Inmitten dieses inneren Chaos war ich einfach nicht in der Lage, mich wirklich aufs Schreiben einzulassen und kreativ zu sein. Ich muss fühlen, was ich tue; am besten, während ich in mir selbst ruhe. Wenn ich das nicht kann, kommt nichts Gutes dabei heraus, egal, wie sehr ich drücke und ziehe. Zusätzlich dazu habe ich die letzte Zeit ziemlich oft „nach links und rechts“ gesehen, was weder hilfreich noch gut ist, weil man bei jedem Vergleich, den man zieht, nur „verlieren“ kann. Niemand ist wie ein anderer, jeder hat sein eigenes Tempo, geht die Dinge anders an, sieht sie anders, will sie anders wiedergeben – und zwar so, wie es für ihn wichtig und richtig ist. Dazu kommt, dass man sich noch so sehr bemühen und anstrengen kann, es wird einem doch nie gelingen, jedermann zufriedenzustellen, was jedoch in Ordnung ist, so lange man sich dessen bewusst ist.

 

Aus all diesen Gründen habe ich dieses Logo gebastelt. Es soll mich daran erinnern, mich auf meine Stärken zu konzentrieren, es auf meine Art und Weise zu machen, mich an den bunten Facetten anderer zu freuen, aber dennoch meine Individualität hervorzuheben, mir treu zu bleiben und meine Arbeit wertzuschätzen. Obendrein ist das Logo auch ein sichtbares Statement, mit dem ich Farbe bekenne.

 

Ich bin ein Gefühlsmensch, bei mir wird immer das Gefühl an erster Stelle stehen, bei allem, was ich tue, kreiere und weitergebe.