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Blutige Legenden: Das Amulett (Bund der Enigma 1)

 

Dämonen der Vergangenheit verfolgen den Krieger Jaden und hindern ihn daran, sein Glück zu finden. Stattdessen verschreibt er sich der leidvollen Suche nach der verschollenen Kaiserin seines Volkes.

Als die neugierige Fotografin Custodia durch den Schutzzauber auf das Anwesen der Krieger stolpert, ändert sich alles. Sie trägt das sagenumwobene Amulett, das sie als heilige Shagoon auszeichnet und doch hat sie keine Ahnung, welche Kräfte in ihr schlummern. Custodia denkt, in einem Irrenhaus gelandet zu sein, und flieht, aber ihrer Bestimmung kann sie nicht entkommen.

 

Jaden ist ihrem Bann verfallen, fühlt sich ihrer jedoch nicht würdig. Dem ungeachtet hat das Schicksal ganz besondere Pläne mit ihnen beiden und stellt eine folgenschwere Forderung.

 

Klappentext © Petra Bethe

 

 

 

Autor: Petra Bethe

Erscheinungsdatum: 03. April 2018

Seitenanzahl: 434 Seiten

Taschenbuch (ISBN: 978-1986526852): 12,90 €

E-Book: 3,99 €

 

 

 

MEINE MEINUNG

 

„Blutige Legenden“ hat mich von der ersten Seite an sich gerissen und bis zur Letzten nicht mehr losgelassen. Sprich: Ich musste das Buch an einem Tag auslesen und bin erst nach Mitternacht ins Bett gekommen. Die Atmosphäre, die Charaktere, die Story – es sitzt einfach alles. Verschiedene fantastische Elemente sind in eine spannende und magische Geschichte eingewoben, die vor allen Dingen von ihren starken und greifbaren Charakteren getragen wird.

 

Die Krieger der Enigmar versuchen beharrlich und unter Einsatz ihres Lebens ihren Auftrag zu erfüllen und die Kaiserin von Abbyshon zu finden, wobei sie sich gegen wirklich einfallsreiche Gegner (lasst euch überraschen!) behaupten müssen. Trotz dieses roten Fadens, Kämpfen und Erkundungstouren bleibt die Liebe nicht auf der Strecke. Die Beziehung von Jaden (einem sensiblen, starken Krieger) und Custodia (einer charakterstarken Fotografin) entwickelt sich bereits ab Kapitel zwei. Natürlich müssen die beiden die eine oder andere Hürde (die jedoch größtenteils von den beiden selbst projiziert werden) nehmen, ehe sie sich in die Arme fallen können. Aber sonst wäre es doch auch irgendwie langweilig, oder?

 

Man darf einen kleinen Blick auf das geheime Verhalten unter Männern werfen – was extrem amüsant ist. Beispielsweise tauschen die Krieger erst mal ein paar Handgreiflichkeiten und Fausthiebe aus, ehe sie sich umarmen oder mit einem Schulterklopfen ihre Zuneigung ausdrücken. Außerdem sehr süß: Wie Custodia im Männerhaushalt der Krieger aufgenommen, integriert und umsorgt (ja, umsorgt ;-)) wird.

 

Jeder der Krieger hat eine überaus faszinierende Persönlichkeit und Fähigkeit, was wirklich bemerkenswert ist, weil somit sieben Charaktere im Zentrum stehen, die dem Leser authentisch und lebendig nahegebracht werden, ohne dass man das Gefühl bekommt, jemand würde vernachlässigt oder sei weniger sorgsam erschaffen worden.

 

Was für mich persönlich ein bisschen zu viel des Guten war, war das Ende zwischen Jaden und Custodia. Das hätte meiner Meinung nach für einen der nächsten beiden Teile aufgehoben werden können. JA – es gibt noch zwei weitere Teile und ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzungen. Ich hoffe, dass die anderen Krieger nach und nach ihre Hauptrolle bekommen, sodass man noch mehr von ihnen erfährt. Anderes wäre bei so tollen Charakteren wirklich überaus schade.

 

 

FAZIT

 

Fünf Herzen für das Fantasy-Debüt von Petra Bethe mit absoluter Kaufempfehlung. Dieses Buch ist lesenswert für jeden, der gern eine leidenschaftliche Lovestory eingebettet in eine magische, spannende und rasante Story liest, die mit frischen Ideen aufwartet und sechs starke Krieger zu bieten hat.

 

Hinweis: Bei diesem Roman handelt es sich um eine Neuauflage des 2014 im Sieben Verlag erschienenen Titels "Custodias Blut".

 

 

 

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